„Für deine Mutter ist es besser so.“

„Hat auch lange genug gedauert!“ Die Stimme belegt und verschwommen.

„Wer weiß, wofür es gut war?“ murmelte Ralf.

„Wofür soll es schon gut gewesen sein?“ Sein Freund schien unsicher, ob er weinen oder zornig aufschreien sollte. Es wurde eine Mischung aus beidem.

Ralf goss ihnen beiden einen Schnaps ein.

„Hier, trink noch einen.“

„Ich will nichts mehr trinken…“ murmelte sein Freund, nahm das Glas und leerte es.

Ralf trank ebenfalls.

„Scheiß Krebs!“

„Scheiß Krebs.“ stimmte sein Freund zu.

Sie tranken einen weiteren Schnaps. Danach noch einen und noch einen und noch einen. Ralf nahm die Flasche in die Hand und betrachtete sie benommen. Sie war zu drei Vierteln gefüllt, aber es war die zweite Flasche. Er war sich nicht sicher, ob die erste Flasche bereits angebrochen gewesen war. Er war betrunken.

„Ich werde aus der Kirche austreten.“ sagte sein Freund.

„Was?“

„Gleich morgen! Ich werde aus der Kirche austreten!“

„Warum?“

„Was soll der Mist?“ brummte sein Freund. „Ich meine: Was soll der Mist?“

[...]